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#5 Neugier, Übermut und Fehleinschätzungen (12. bis 21. Lamashan, 4709 AZ)

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F5, F5, F5 Razz

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Tobias


Admin
Gut, dass Lena Dir den schon ruiniert hat! Trotzdem tut es in der Seele weh Sad

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Ein Reisebericht von Faquarl

1. Frostiger Tod in der Tiefe



Wir befinden uns noch immer in der Klosterruine, haben den Kobold Gurtelkep gefangen genommen und wollen nun ein zweites Mal in die Bibliothek vordringen. Der Raum ist mit giftigen Dämpfen verseucht, was Ava und Xin bereits zu spüren bekommen haben. Eskel will die große Halle auf eigene Faust erkunden, da er in der Lage ist über eine äußerst lange Zeit den Atem anzuhalten und hofft so nicht vergiftet zu werden. Er betritt die Bibliothek alleine und wir warten vor der geschlossenen Tür um im Notfall sofort zur Stelle zu sein. Im Inneren scheinen jedoch keine weiteren Gefahren zu lauern. Das Gift kann ihm nichts anhaben und somit kann er den mit alten Pergamentfetzen und Staub bedeckten Raum ungestört durchsuchen. Die vielen Bücher in den Regalen sind allesamt in einer ihm unbekannten Sprache verfasst und häufig bereits bis zur Unkenntlichkeit zerfallen. Er packt einige besonders auffällige Bücher ein, um sie uns zu zeigen. Auch die Quelle des Giftes kann er ausfindig machen. In einer Ecke des Raumes befindet sich ein purpurnes mit Flüssigkeit bedecktes Pilzgewächs, welches den gefährlichen Dunst absondert. Vorsichtig füllt er eine Phiole mit der Flüssigkeit und verlässt den Raum.
Draußen begutachten wir seine Fundstücke. Die Flüssigkeit in der Phiole scheint jedoch gewöhnliches Wasser zu sein und leider kann auch niemand von uns die Schriftzeichen der Bücher entschlüsseln. Ich bemerke jedoch, dass auf einem Folianten eine Aura göttlicher Magie liegt. Er ist mit einem magischen Schloss versehen, weshalb selbst der geschickte Xin nicht in der Lage ist ihn zu öffnen. Aus Interesse an weiteren sonderlichen Büchern durchsuche ich mit Eskel nocheinmal gemeinsam den Raum. Da ich mich aber nicht lange in den Dämpfen aufhalten kann, ist es für mich lediglich möglich den Raum mittels eines Zaubers nach weiteren magischen Gegenständen auszuspähen, welche Eskel dann besorgt. Auf diese Weise finden wir einige göttliche Schriftrollen, welche Ava nur zum Teil verwenden kann und - zu meiner großen Freude - das Zauberbuch eines Magiers!
Wir gehen auch nocheinmal zurück in den Raum, in welchem sich der große Altar befindet. Er ist mit dem selben Symbol versehen, welches auch der tote Mönch auf seiner Kutte trug - dem Zeichen Irorys, dem Gott der Gerechtigkeit. In die bereits entdeckten achteckigen Aussparung scheint der Rubin, wechen wir bei Gurtelkep gefunden haben, zu passen. In der Vermutung, dass von einem Altar einer guten Gottheit keine Gefahr für uns ausgeht, bringen wir den Edelstein nun an seinem vorgesehenen Platz an. Augenblicklich strömt eine Energie-Druckwelle vom Rubin ausgehend durch den Raum. Unsere Wunden werden geheilt und eine schützende Aura umgibt uns. Wir müssen jedoch feststellen, dass der Stein daraufhin seine magischen Eigenschaften verloren hat. Vermutlich hat jeder der fünf Steine, von denen wir bisher nur einen finden konnten, eine ähnlich positive Eigenschaft. Wahrscheinlich können alle gemeinsam den mächtigen Beschwörungszauber, welcher dem Altar innewohnt, auslösen.
Somit suchen wir weiter nach den anderen Steinen. Im eingestürzten Raum mit den Fledermäusen kann ich jedoch keine Magie ausmachen. Falls die Steine bereits gebraucht sind und die schwache Beschwörungsaura verflogen ist, wird es nahezu unmöglich sie zu finden. Die letzten zwei noch nicht durchsuchten Orte des alten Klosters sind zum einen der Brunnen im Innenhof und zum anderen der Gang unter der Falltür, aus dem eisige Kälte emporsteigt. Wir untersuchen zunächst den Brunnen, indem wir einen Stein mit einem Lichtzauber belegen und ihn vorsichtig in die Tiefe hinablassen. Zu unserem erstaunen treffen wir nicht auf Wasser, sonder auf eine Eisschicht in etwa acht Metern Tiefe. Ava klettert den Schacht an einem Sein hinunter, doch schon wenige Meter vor dem Eis wird es so unnatürlich kalt, dass sie wieder emporklettern muss. Trotzdem ist sie sich ziemlich sicher, dass sich dort unten nichts befindet, was wir gebrauchen könnten. Wir müssen feststellen, dass auch der Gang unter der Falltür weit nach unten führt und die Kälte dort nicht erträglich ist. Ava schlägt vor uns durch einen Zauber vor der Kälte zu schützen. Weil wir neugierig sind und wissen wollen was sich unter dem Kloster befindet, rasten wir eine weitere Nacht im Turm, um am nächsten Morgen in die frostige Kälte hinabzusteigen.
Nachdem Ava uns alle mit dem Zauber Elemente trotzden belegt hat, öffnen wir die vergitterte Falltür und klettern ins Dunkel hinab. Zwar kann uns nun die Kälte nichts anhaben, aber die Stahlleiter ist völlig vereist und als ich einen Blick zu meinen Gefährten unter mir werfe, verliere ich den Halt. Im letzten Moment kann ich mich aber noch am nächsten Streben festhalten und Schlimmeres verhindern. Xin rutscht ebenfalls ab, hat aber weniger Glück, stürzt die letzen Meter in die Tiefe und zieht sich ein paar Verletzungen an Armen und Beinen zu.
Unten angekommen befinden wir uns in einem schmalen Gang, welcher in zwei Richtungen führt. Während wir überlegen welchen Weg wir wählen sollen, beginnen sich plötzlich milchige Fäden aus unserer Haut zu lösen und durch den Gang zu schweben. Der unerklärliche Effekt fügt uns zwar keine Wunden zu, aber eine merkwürdige Schwäche befällt uns. Weil keiner sich erklären kann was da vor sich geht, sind wir etwas eingeschüchter und verängstigt. Ohne Anhaltspunkt wählen wir einen der zwei Wege und bewegen uns vorsichtig um die nächste Ecke. In dem kleinen Gewölbe vor uns befindet sich ein vereister See in dessen Mitte der Brunnenschacht  weiter in die Tiefe führt. Auf dem anderen Seite des Ufers stehen sechs unbewegliche Untote. Vier Skelette sind um zwei besonders auffällige Scheusale postiert. Eines von ihnen ist ein Mönch-Zombie, das andere ein Skelett, welches einen Kettenpanzer trägt und mit einem Wakizaki bewaffnet ist. Wir erkennen, dass die Schlieren, die sich noch immer aus unseren Körpern lösen, gezielt auf das gepanzerte Skelett zuschweben. Unsicher was wir tun sollen stehen wir am Fuße des Eissees uns beobachten das gruselige Schauspiel mit Unbehagen. Als die ersten milchigen Fäden den Untoten erreichen fährt ein dumpfes Donnern durch den Raum und sein Körper fängt an zu pulsieren. Mit jeder weiteren Schliere beginnt der Tote sich mehr zu bewegen. Wir begreifen, dass uns nicht mehr viel Zeit bleibt bis sich die Kreaturen auf uns stürzen werden und so ergreifen wir die Initiative und laufen um den See, um zum Angriff über zu gehen.
Doch zu spät. Noch bevor wir die Untoten erreichen löst sich ihr Anführer aus der Froststarre und deutet mit seinem skelettierten Arm auf uns. Sofort stürzen uns seine fünf Schergen entgegen. Der Mönch-Zombie springt mit einem einzigen riesigen Satz in meine Richtung. Ein heftiger und gezielter Schlag in meinen Magen lähmt mich auf der Stelle, woraufhin sich die anderen Scheusale auf mich stürzen und ich kurz darauf mein Bewusstsein verliere.
Schnell wird deutlich, dass wir den Kampf nicht gewinnen können. Die vier gewöhnlichen Skelette sind zwar keine sonderlich große Bedrohung, aber der Anführer und der Mönch-Zombie stellen eine Gefahr für die gesamt Gruppe dar. Eskel, der neben seiner Rüstung zusätzlich durch einen Schild Zauber geschützt ist, kann jedoch zunächst alle Angriffe gegen sich abwehren. Feuer scheint ein geeignetes Mittel gegen die Scheusale zu sein, denn als Ava zwei der Skelette mit ihrem Flammen-Bolzen trifft verglühen diese sofort in den Flammen. Ein weiteres Skelett kann sie in ihrem Netz verstricken und das letzte wird von Eskels Zweihänder zertrümmert. Doch ihm und Xin gelingt es nicht die beiden mächtigen Untoten auch nur ein einziges Mal zu treffen. Sie schaffen es aber den Kampf zu verlagern, damit Ava zu mir vordringen kann, um mich zu heilen.
Als ich wieder zu mir komme steht es nicht gut um die Gruppe. Xin hat einige Schläge einstecken müssen und auch Eskel wurde mitlerweile von dem Wakizaki des Anführers getroffen und wankt bereits. Da ich auch keine geeigneten Mittel habe, um den Untoten zu schaden, wirke ich einen Rückzugszauber auf mich und fliehe mit Ava zum Ausgang. Auch Eskel und Xin ziehen sich langsam zurück und haben großes Glück, denn die Angriffe der nachrückenden Untoten gehen ins Leere. Trotzdem scheint eine Flucht durch den engen Schacht nicht möglich, denn kletternd dürfte es kein Problem für den flinken Zombie sein uns aufzuhalten und wieder in die Tiefe zu zerren. Aus der Not heraus beschwöre ich die Illusion eines großen Feuers zwischen den zwei Angreifern und meinen Freunden. Es scheint zu funktionieren. Die zwei Untoten lassen ab und wir klettern die Stahlleiter empor. Oben angekommen verschließen wir die Luke, versorgen unsere schlimmsten Verletzungen und begeben uns aus den Weg zurück zu Olegs Handelsposten.



2. Joakim und eine Nachricht aus Restov
Dort werden wir bereits erwartet. Ein Mann namens Joakim wurde von Jomani Surtova geschickt uns eine Nachricht zu übergeben.

Jomani Surtowa schrieb:An Xindantzu Surtowa, Träger der Charta über die verliehene Befugnisse und den Auftrag der Erkundung, wie Kartografie des Grüngürtels und seine Gefährten Ava, Faquarl und Karosh im Namen Noleski Surtowas, gegenwärtiger Regent des Drachenschuppenthrons.

Ich kann mein Missfallen ob Eurer bescheidenen Fortschritte nicht verbergen - den mickrigen Handelsposten zu beschützen war euch nicht aufgetragen und verglichen mit den anderen Expeditionen ist die Eure zu weit hinterher, um eine solch unbedeutende Solidarität walten zu lassen. Ich erwarte nun mit den von Restov und der Krone zur Verfügung gestellten Ressourcen erkennbare Fortschritte beim Eindringen in die raue Tiefe des Grüngürtels.

Zumindest das vehemente Vorgehen gegen das unter dem Zeichen des Hirsches vereinte Banditenvolk stimmt mich wohl und so trägt mein Bote euren Lohn für Euer Walten als Exekutive Restovs bei sich. Ihm, Joakim, ist zudem aufgetragen Euer weiteres Vorgehen akribisch zu kontrollieren und sicher zu stellen, dass die Expidition im Sinne der Interessen des Hauses Surtowas und damit König Noleskis fortgesetzt wird.

Kesten Garess, der nun Stellung bei Oleg bezogen hat, steht in ständiger Verbindung zum Stab der Offiziere Restovs und wird somit geeignet sein, den Informationsaustausch zwischen Euch und dem Bürgermeisteramt Restovs aufrecht zu erhalten.

Nicht zuletzt möchte ich ankündigen, dass in 34 Tagen ein Treffen aller Kundschafter unter dem Wappen der Krone und im Dienst des Drachenschuppenthrones in der Großen Halle Restovs abgehalten wird, um die Kooperation zu fördern und Hohheitsgebiete frühzeitig abzugrenzen.

Hochachtungsvoll Jomani Surtowa

Oberbürgermeister von Restov

Trotz seines Missfallens hat uns der ach so große Jomani dann doch den lang ersehnten Stab mitgeschickt. Zu meinem Verblüffen hat er dem Schreiben Golmünzen als Bezahlung für die Amulette beigefügt. Der missbilligende Brief ärgert mich dennoch. Hätten wir Oleg einfach den Banditen ausliefern sollen? Aber weil die Entlohnung meine Erwartungen übertrifft, will ich mich nicht beschweren. Auf das Treffen freue ich mich allerdings nicht. Und jetzt soll uns dieser Waldläufer überwachen? Ist ja lächerlich!
Joakim scheint aber ganz in Ordnung zu sein. Er ist kein Schoßhündchen von Herrn Surtova und vielleicht sogar einge gute Hilfe hier draußen. Doch Jomani ist anscheinend nicht der einzige, der von uns enttäuscht ist. Auch Jeod ist plötzlich beleidigt, weil wir seinen Traum-Tempel bisher nicht gezielt gesucht haben. Als er mit uns über diesen gesprochen hat, bat er aber auch nur darum diesen zu untersuchen, falls wir ihn zufällig finden. Ich kann Leute nicht leiden die nicht klar kommunizieren was sie wollen und dann beleidigt sind. Da Jeod bis jetzt aber immer ein hilfbereiter sympatischer Kerl war, versuchen wir ihn von seinem Selbstmordkommando abzubringen. Sein Plan alleine in die Wildnis aufzubrechen, ohne eine Vorstellung wohin überhaupt, lässt mich jedoch ein bischen an ihm zweifeln. Meint der alte Mann bei der ersten Gefahr von seinem Gott gerettet zu werden? Naja, jedenfalls können wir ihn davon überzeugen noch zwei Tage auf uns zu warten, damit wir daraufhin gemeinsam in die Narlmark aufbrechen können. Wir sind der Meinung, dass wir das gut mit Jomanis Forderung einen Stützpunkt zu errichten kombinieren können. Finden wir den Tempel im Wald können wir Jeod helfen, dieser kann den Tempel beziehen und wir können ihn als Rückzugsort nutzen. Somit bleibt uns aber nicht viel Zeit, denn wenn wir den Kleriker nicht enttäuschen wollen müssen wir schon morgen wieder aufbrechen. Den Rest des Tages nutze ich, um das Zauberbuch zu studieren und ein paar nützliche Zauber zu übernehmen. Den Folianten gebe ich Jeod, vielleicht kann er etwas Interessantes herausfinden.
Zurück beim Kloster steigen wir abermals hinab in die Kälte, welche uns jedoch aufgrund von Avas und Jeods Schutzzaubern nichts anhaben kann. Anstatt uns langsam voran zu tasten dringen wir schnell vor, damit wir die Kältestarre der Untoten eventuell noch zu unserem Vorteil nutzen können. Das gelingt jedoch nicht. Diesmal erwachen die Scheusale sofort und greifen uns an. Da wir nun in der Überzahl sind und uns auf unsere Gegner einstellen konnten, sind wir jedoch deutlich überlegen. Der Mönch-Zombie wird schnell durch Karosh, Xin und einige erstaunliche präzise Schüsse von Joakim ausgeschaltet. Das Skelett ist aber erstaunlich flink in seiner gepanzerten Rüstung, weshalb sich der Kampf in die Länge zieht. Als es endlich niedergestreckt wird, zerfallen seine Überreste zu Staub und eine Energiewelle scheint den Ort von der dunkeln Aura zu reinigen. Der mächtige Zauber, welcher die Kälte verursacht hatte wirkt nicht mehr, wodurch es langsam beginnt unter dem Kloster zu tauen.
Einige interessante Gegenstände haben die Untoten uns hinterlassen. Das Skelett hat einen Saphir bei sich, den wir sicherlich bei Pollow gegen einige Goldmünzen eintauschen können. Das Zombie hat Rüstungsarmschienen, die ich anlege und ein magisches Wakizashi. Als ich es aufnehme um es zu verstauen merke ich jedoch, dass dieses edle Schwert wie für mich gemacht ist und verwerfe den Gedanken an einem gewinnbringenden Verkauf auf der Stelle. Perfekt liegt es in meiner Hand, die leichte Krümmung ist ideal und die Verarbeitung brilliant. Xin scheint ebenfalls Interesse an dem schönen Stück zu haben und löchert mich mit Fragen. Ob er es nicht auch mal haben könne, wieso ich es denn haben wolle, ich könne damit doch gar nicht richtig umgehen - pah! Kommt nicht in Frage. Ich weise ihn wütend zurecht. Dies ist mein Schwert und ich werde es sicherlich nicht einem Gnom geben, der es nur um wenige Zentimeter überragt!
Und so verlassen wir das von Scheusalen und Fluch befreite Kloster. Den armen Gurtelkep lassen wir frei, damit er seine alte Behausung beziehen kann. Karosh und Xin sind damit nicht einverstanden, doch wir entscheiden nach dem Mehrheitsprinzip. Zwar wissen wir, dass er uns nicht wohl gesonnen ist (obwohl er allen Grund dazu hätte!), doch er stellt auch keine Gefahr für uns dar. Daraufhin kehren wir zurück, denn schon morgen geht es mit Jeod weiter in die Narlmark. Und wie wir wissen lauern dort noch viel größere Gefahren.

3. Das Dornfurtmassaker
Wie versprochen machen wir uns am nächsten Tag schon früh morgens auf die Reise. Eigentlich könnten wir mal ein paar Tage Ruhe gebrauchen, aber Jeod ist das Anliegen anscheinend sehr ernst und auch Jomanis Forderung nach schnellen Fortschritten haben wir nicht vergessen. Schnell stellt sich aber heraus, dass Jeod keinen blassen Schimmer hat, in welcher Himmelsrichtung das Kloster seiner Visionen liegt. Als ihm die Lage anfängt unangenehm zu werden, helfen wir ihm aus der Patsche und übernehmen das Kommando. Wir vereinbaren, dass er sich meldet, wenn ihm etwas aus seinen Träumen bekannt erscheint. So begeben wir uns in die dunkle Narlmark mit ihren hohen Bäumen und dem dichten Unterholz. Aus der letzten Expedition haben wir gelernt und die Pferde bei Oleg gelassen.
Es dauert nicht lange, da treten die merkwürdigen aber harmlosen Erscheinungen erneut auf. Ava entdeckt auch wieder zwei der winzigen drachenartigen Feenwesen, mit denen sie das letzte Mal schon Bekanntschaft gemacht hat. Sie heißen Tik-Tikatat und Perliwash und zwischen ihnen und der Halblingsdame entwickelt sich ein angeregtes Gespräch. Die kleinen Wichte treiben mit Xin Schwerze und plappern ununterbrochen. Genervt gehe ich außer Hörweite und versuche mich auch das Wesentliche zu konzentrieren: den Überblick behalten, aufmerksam nach möglichen Gefahren ausschau halten und ... nachdenken. Als Ava die beiden jedoch nach dem Kloster fragt, scheinen sie uns helfen zu können. Sie haben das Kloster schon einmal gesehen, sind sich aber nicht sicher in welcher Richtung es liegt. Als sie sich endlich geeinig haben, deuten sie in die Richtung aus der wir kamen. Entweder versuchen sie uns zu täuschen, oder sie haben einfach überhaupt keine Ahnung. Ich tippe auf letzteres, da sie die Ava und Xin offensichtlich als Freunde betrachten. Ebenfalls erzählen sie von Banditen, die sich angeblich hier in der Gegend herumtreiben sollen. Da sich der Ratschlag der beiden nervtötenden Feen als völlig nutzlos herausgestellt hat, setzen wir unseren Weg unbeirrt fort. Später am Tag entdecken wir ein von Kobolden angelegtes Modrettich-Feld. Da wir von Svetlana gebeten wurden ihr von dieser Pflanze etwas mitzubringen, stopfen sich einige die Taschen voll, bevor wir weiterziehen.
Als wir rasten, wechseln wir uns mit der Wachschicht ab. Mitten in der Nacht werden wir von Joakim geweckt. Gerade noch rechtzeitig, denn in diesem Moment taucht ein Eulenbär aus dem Unterholz auf und greift den Waldläufer an. Ich bin als erster auf dem Beinen und betäube die Kreatur mit einem Illusionszauber. So strecken wir den Eulenbär nieder, ohne größere Verletzungen davon zu tragen.
Am nächsten Tag setzen wir unsere Reise fort ohne zu verweilen. Um die Mittagszeit hören Karosh und ich plötzlich Stimmen aus der Nähe. Anstatt leise nach diesen zu horschen, bläst der Barbar einmal kräftig in sein Horn. Natürlich versummen die Stimmen sofort und wir können nicht herausfinden von wem oder von wo diese herkamen. Joakim klettert flink auf einen Baum, um die Umgebung besser überblicken zu können. Er kann die Quelle der Stimmen nicht ausfindig machen, entdeckt aber einen Wasserlauf ganz in der Nähe. Wir gehen davon aus, dass dieser der Bach Dorn ist, an die Banditen angeblich ihr Lager aufgeschlagen haben. Abermals handelt der Barbar unüberlegt und stürmt planlos in etwa in die Richtung, aus der die Stimmen kamen. Zwar folgen wir unserem Gefährten, halten jedoch einen Sicherheitsabstand um nicht gemeinsam ins Verderben zu stürzen. Unglücklicherweise prescht Karosh tatsächlich zielsicher in das Dornfurtlager und ist plötzlich von etwa einem Dutzend Banditen umgeben, die unter anderem aus Baumhäusern mit angelegten Pfeielen auf ihn zielen. Der Rest der Gruppe befindet sich noch etwas außerhalb und wir haben eventuell noch eine Rückzugsmöglichkeit. Um Karosh sieht es jedoch schlecht aus.
Dann erscheint aus dem hinteren Teil des Lagers Kressel, in jeder Hand ein Beil. Als Anführerin einer Horde Banditen wirkt sie trotz ihrer unscheinbaren Gestalt mächtig und erhaben. Außerdem ist uns der verstörte Jakob noch gut in Erinnerung, dem beim Gedanken an sie der balnke Horror ins Gesicht geschrieben stand. Sie kommt auf uns zu und befiehlt uns die Waffen fallen zu lassen. Karosh zögert kurz, legt dann aber seine Axt zu Boden. Wir tun es ihm gleich, um unseren Gefährten nicht in unnötige Gefahr zu bringen. Als einer der Banditen sich der Waffe nähert um sie an sich zu nehmen, überlegt der Ork kurz doch noch nach seiner Waffe zu greifen, was er jedoch sein lässt. Xin hat einen spontanen Einfall und lässt in dem Moment, als der Mann nach der Axt greifen will, ein geisterhaftes Geräusch von ihr ausgehen. Eingeschüchtert weicht dieser von der "verfluchten" Waffe zurück. Doch als Kressel ihm die Anweisung gibt die Waffe zu entfernen, schmeißt er die Axt verängstigt außer Reichweite des Barbaren.
Die Lage scheint aussichtslos, zumindest für Karosh. Wir warten darauf was Karosh unternimmt, um ihm gegebenenfalls zu helfen oder zu fliehen. Ich wirke einen Zauber auf mich, der mich schneller laufen lässt und Xin schleicht sich zum Baumhaus. Kurz bevor Kressel Karosh erreicht, macht dieser eine blitzschnelle Bewegung und versucht zu fliehen. Ein Dutzend Pfeile zischen auf ihn zu und einige bohren sich ihm in den Rücken. Ich renne zu Ava, packe sie und laufe mit ihr in die entgegengesetze Richtung davon. Jeod flieht nicht, sondern erschafft einen magischen Windwall zwischen Karosh und einigen Banditen. Die nächste Pfeilsalve wird somit abgelenkt, was dem schwer verletzen Barbar vermutlich das Leben rettet. Xin klettert unterdessen unbemerkt auf die erhöhte Platform. Eskel und Joakim laufen zunächst auch davon. Als der Waldläufer im Wegrennen einen Banditen mit nur einem Pfeil zu Boden streckt, kehren sie jedoch um und beschießen die Männer. Als wir bemerken, dass unsere Freunde sich den Banditen stellen, kehre ich mit Ava ebenfalls zum Kampfgeschehen zurück. Die Druidin verstrickt einige Verfolger Karoshs erfolgreich in ihren Ranken und ich versetze zwei Bogenschützen auf der Plattform, auf der sich auch Xin befindet, in einen magischen Schlaf. Eskel borgt Karosh seinen Zweihänder und gemeinsam metzeln sie einige Männer nieder. Xin stürzt den letzten kampffähigen Mann auf der erhöhten Platform in die Tiefe, was dieser nicht überlebt. Die letzten drei Banditen betäube ich, indem ich sie in einen Kegel sprühender Farben hülle. Meine Gefährten knüpfen sich unterdessen Kressel vor. Diese scheint jedoch weitaus weniger gefährlich als angenommen. Nach einigen Hieben kniet sie schwer verwundet am Boden. Da spannt Ava ihren letzten magischen Bolzen in ihre Armbrust ein, zielt auf den Kopf der Anführerin und drückt ab. Als das Geschoss im Schädel der Frau einschlägt, geht geht dieser in Flammen auf und der Leichnam der gefürchteten Kressel kippt vornüber.



Aus einer zunächst aussichtslosen Lage und unkoordinierten Flucht ergab sich somt ein erfolgreiches Gemetzel. Jedoch hat Jeod einen großen Teil zum Schutz von Karosh beigetragen und dieser hatte großes Glück nicht von mehr Pfeilen getroffen worden zu sein. Kressel haben wir maßlos überschätzt, sie stellte keine Bedrohung dar und mir scheint es schleierhaft, wie sie eine Horde von Banditen hat unter sich vereinen können.
Den zwei schlafenden Banditen schlitzt Xin die Kehle durch und die drei betäubten fesseln wir bevor sie erwachen, um sie als Informationsquelle nutzen zu können. Als sie erwachen ziehen unsere Krieger ihnen eins über, damit wir ungestört das Lager durchsuchen können. Wir haben nun haufenweise Ausrüstung, ein ganzes Dutzend der Amulette, finden noch drei Donnersteine und einiges an Geld. Wir räumen ein wenig auf, schaffen die Leichen beiseite, machen ein Lagerfeuer und trinken den Kräuterschnaps der Banditen, bevor wir uns zur Ruhe legen.

Fünfte Sitzung am Dienstag, den 18. August 2015 in Frankfurt.
Mit Tobi, Miles, Lena, Lukas, Dominik, Tim und mir.

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Besser spät als nie: Bericht ist vollendet, grob überarbeitet und ein Bild von Kressel hinzugefügt.
Lena, du kannst gerne Rechtschreibfehler korrigieren. Wer was ergänzen will, einfach drunter schreiben. Ich übernehme das dann.

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