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Das Versprechen des Fürsten

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1 Das Versprechen des Fürsten am Sa März 17, 2018 7:23 pm

Faquarl hatte bereits vor der Reise mit Elgin Baelor und Brandur Eisenhammer in die Goluschkinberge einige Andeutungen gemacht, aber erst nach der Rückkehr findet er die nötige Muße seinen Fürsten von den genauen Umständen um den Tod von Janalov Steinbart in Kenntnis zu setzen. Das Versprechen, welches Moraven dem jahrhundertealten Zwerg gemacht hatte, muss noch eingelöst werden. Nachdem Magni und Faquarl gemeinsam den verstümmelten, konservierten Leichnam in den dem noch unvollendeten Kellern der Hirschfeste aufgebahrt haben, bitten sie den Fürsten herein.

Mit langsamer werdenden, vorsichtigen Schritten nähert sich Moraven dem mit einem Tuch verhüllten Körper. Bereits von Weitem ist zu erkennen, dass sich dort kein vollständiger Körper befindet. "Was haben sie mit ihm ...?" Seine Stimme stockt. "Sieh es dir selbst an." Erwidert Faquarl und entfernt den Sichtschutz. "Bei Pharasma!" Erschrocken weicht Moraven ein Stück zurück. Vor dem Fürsten liegt der Korpus des Zwerges. Beide Beine und Arme abgetrennt, die Wunden ausgebrannt. Im Unterleib ist noch die notdürftig verschlossene Wunde zu erahnen. Nach einigen Sekunden des Schweigens schildert Faquarl die Ereignisse. "Sie haben ihn offenkundig gefoltert. Nachdem wir die Duergar besiegt hatten fanden wir ihn, aufgespießt auf den Stab der Statue der drei Anführer in der Vorhalle des Thronsaals. Er muss grausame Qualen durchlitten haben. Doch er war noch am Leben." "Noch am Leben? In diesem Zustand?" Erschrocken und ungläubig blickt Moraven seinen Freund an. "Nicht einmal diese Gnade ließen sie ihm zuteilwerden!", schnaubt Magni. "Doch so konnten wir ihm seinen letzten Wunsch doch noch erfüllen. Mit Hilfe eines Dimensionstores teleportierte ich uns in den Saal und setzte ihn auf den Zwergenthron. Er bekam die heiligen Hallen noch einmal zu Gesicht. Dort bat er schließlich um Erlösung."

Nach einigen Sekunden des Schweigens fährt Faquarl fort. "Moraven, du hast ihm ein Versprechen gegeben. Wie ich dich kenne kannst du seither nicht mehr ruhig schlafen. Damit der Zwerg, seine Brüder und auch du Ruhe finden, müssen wir uns überlegen, wie wir ihnen ein angemessenes Grab in ihren Hallen bereitstellen." "Richtig, das sind wir ihm schuldig!", pflichtet Magni bei. "Und in den an den Thronsaal angrenzenden Gängen fanden wir weitere versteinerte Zwerge." "Natürlich werden wir auch sie angemessen beerdigen.", beschwichtigt Moraven und legt dem trauernden Zwerg eine Hand auf die Schulter. "Aber wäre es nicht möglich ... Moraven, du könntest sie doch ... ins Leben zurückholen. Faquarl, du sagtest mit diesem Zauberstab ..." "Du sprichst von dem Stecken? Dem Pfeiler der Felsen?", korrigiert ihn der Magister. "Genau den meine ich. Du sagtest man könne mit ihm Steine formen. Wäre es nicht möglich die Statuen wieder intakt zu setzen und sie anschließend zu erwecken?" Angesichts des schwachen Hoffnungsschimmers in den Augen Magnis schauen sich Moraven und Faquarl betrübt an. "Nein, mein Freund, das ist leider nicht möglich.", versucht ihn Moraven zu trösten. "Erinnerst du dich noch an den versteinerten Janalov? Es war das Ebenbild stattlichen Zwergenkämpfers in seinen besten Jahren. Doch als wir ihn zurück ins Leben holten war steinalt. Die Zeit, musst du wissen, steht nicht still. Hätte ich gewusst, dass sie vor fast 350 Jahren versteinert worden wären ... ich hätte diesen Versuch nicht unternommen. Vermutlich würden die meisten nicht zurück ins Leben finden. Und diejenigen, welche erwachen würden Leiden wie Janalov. Ihre Zeit ist abgelaufen." Es dauert einen Moment bis Magni diese niederschmetternde Nachricht verdaut hat. Offenkundig hatte er die Hoffnung sie könnten ihr einstiges zu Hause zu einer prächtigen Zwergenfestung wiederbeleben. "Dann sollten wir sie bestatten."

Faquarl ergreift sogleich wieder das Wort. "Das Problem hierbei ist: Wir haben keine Gräber vorgefunden, keinen Ort, welcher hierfür geeignet wäre. Grunda und ich, wir haben die Höhle abgesucht, ich habe mich sogar in die Tiefe des Risses gewagt. Es scheint so, als müssten wir eine Grabkammer anlegen. Und neben einer Vielzahl von verschreckten Duergar befindet sich dort noch ein gigantischer purpurner Wur“, bei der Erwähnung der magischen Bestie zuckt Magni kurz zusammen, "und einiges an Ungeziefer. Wobei ich nicht davon ausgehe, dass dieses den Weg aus dem Riss ins Innere der Festung findet. Tore und Fallgitter haben wir verschlossen." Entschlossen folgert Magni, "Also müssen wir eine Grabkammer anlegen, Janalov und seine versteinerten Brüder und Schwestern dort begraben und diese wieder sicher verschließen, um Eindringlinge abzuhalten." "Und das in ständiger Angst vor dem Purpurwurm und umgeben von orientierungslosen Duergar.", wirft Moraven ein. "Hat jemand einen Plan?", fragt Faquarl.

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2 Re: Das Versprechen des Fürsten am Mo März 19, 2018 8:41 pm

“Wie funktioniert dieser Zauberstab? Farqual du hast ihn bereits untersucht nicht war? Wenn man damit wirklich Stein formen kann, so kann er uns eventuell dabei helfen ein angemessenes Grab auszuheben.”

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3 Re: Das Versprechen des Fürsten am Mo März 19, 2018 9:33 pm

"Stecken. Nicht Stab. Ja, das habe ich bereits. Ich wollte eigentlich noch ein paar Tage warten, aber wo du nun danach gefragt hast ..." Und mit einem Griff in den Nimmervollen Beutel holt Faquarl schwungvoll einen Stecken in der Größe eines Wanderstabes hervor. "Der Pfeiler der Felsen." Feierlich überreicht Faquarl den steinernen Stecken. Das Gestein ist dunkel, die Oberfläche rau wie eine unbehauene Felswand. "Ein Geschenk von Grunda, Elgin, Magni und mir für unseren Fürsten und Freund." Während Moraven den scheinbar so schlichten Gegenstand begutachtet führt Faquarl aus. "Mit ihm bist du in der Lage Stein zu formen, wie es Ava getan hat und Steinwände heraufzubeschwören, wie es Murghol, der Droskar-Kleriker tat, in dessen Besitz er sich befand. Außerdem kannst er dich mit Gestein verschmelzen lassen." Erstaunt nimmt Moraven den Stab und schwingt ihn prüfend durch die Luft. "Vorsicht! Insbesondere mit den Steinwänden. Diese verschwinden nicht einfach wieder, sondern bleiben bestehen. Was für unser Vorhaben natürlich von Vorteil ist."

"Ich denke es sollte keine unlösbare Aufgabe darstellen eine Grabkammer anzulegen. Mit diesem Stab, meinen magischen Fähigkeiten und den Zwergen wird es uns nicht schwerfallen. Aber es wird einige Tage dauern. Ich beführchte Magni wird sich nicht mit einem einfachen Massengrab zufrieden geben und entsprechend gründlich vorgehen wollen. Es bleibt das alte Problem: Wie schützen wir uns vor dem alles verschlingenden Wurm? Und wenn er uns nicht verschlingt, dann kann er sich jederzeit einfach durch die Grabkammer fressen. Zudem wären da noch die vielen Duergar, welche sich noch vor Ort befinden ..."

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4 Re: Das Versprechen des Fürsten am Do Apr 12, 2018 12:24 pm

"Nun die Duergar sind wahrscheinlich unser geringeres Problem. Eventuell ist uns Dein neues Antlitz hier wieder sehr nützlich Magni. Verzeih mir, dass ich da so direkt bin.
Der Purpurwurm scheint mir das größere Problem zu sein. Nun, er hat uns über den Boden erspürt nicht wahr? Vielleicht können wir eindringen, ohne den Boden zu berühren, oder dies irgendwie anders nutzen. Ich glaube nicht, dass er besonders intelligent ist."
Nach diesen Worten verfällt Moraven in leichtes Grübeln und man könnte fast meinen er besäße wirklich einen Bart an dem er dabei zupft und spielt.
"Eventuell kann man ihn sogar mit einem Köder oder ähnlichem vergiften oder betäuben, von was ernährt sich so ein Ding?"

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5 Re: Das Versprechen des Fürsten am Do Apr 12, 2018 1:29 pm

"Er schien alles zu verlingen was ihm in die Quere kam. Ich glaube nicht, dass er allzu wählerisch bei der Auswahl seiner Mahlzeiten ist und meine mal gelesen zu haben, dass solche Würmer selbst Gestein verschlingen. Was du vorschlägst klingt mir deshalb nach einem guten Plan. Wir könnten versuchen ihn mittels einiger ausgewählter Zauber in Schach zu halten und ihn aus der Ferne zu attackieren. Denn seine Angriffe sind, wie wir feststellen mussten, verheerend. Nur an der Flucht müssen wir ihn ihrendwie hindern, denn er ist in der Lage sich durch Erde und Gestein zu graben und wird versuchen uns früher oder später zu entkommen."
Faquarl lässt dies einige Sekunden wirken, dann fragt er in die Runde: "Wer wäre denn dabei, wer würde sich dem Wurm ein weiteres Mal stellen?"

"Doch auch die Frage der Duergar muss noch geklärt werden. Wie Moraven bereits sagte könntest du - Magni - da sicherlich hilfreich sein. Aber uns fehlt ein Plan. Wohin mit ihnen? Mir gefällt der Gedanke nicht unsere Arbeiten dort unten umgeben von Duergar zu verrichten. Und mit der Vorstellung ein ganzes Volk dieser abscheulichen Kreaturen an den Grenzen unseres Reiches und das unserer Freunde, der Varns, zu wissen. Shae teilte mir mit, dass sie im Riss etwas gesehen hat. Ein Loch im Boden, welches in die Tiefe führt. Ich bin mir nicht sicher, aber das könnte ein Zugang zum Unterreich sein. Irgendwoher müssen diese Dunkelzwerge gekommen sein. Und da mir keinerlei Berichte über Horden von Zwergen, welche durch den Grüngürtel gezogen sind, zu Ohren gekommen sind, gehe ich davon aus, dass es einen Zugang in noch dunklere Gegenden geben muss. Wir könnten sie dorthin zurück jagen. Das hört sich im ersten Moment grausam an, aber ist das nicht der ursprüngliche Lebensraum dieses Volkes?"

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6 Re: Das Versprechen des Fürsten am Fr Apr 13, 2018 11:09 am

"Ja das mit dem aus der Ferne angreifen,... daran habe ich auch schon gedacht. Allerdings brauchen wir dann jemanden, der das auch kann. Rahel müsste uns begleiten. Ihn nicht fliehen zu lassen ist ein anderes Problem. Ich denke da an vielleicht ein oder zwei Zaubertränke, die ihn vielleicht schweben lassen? Kannst du soetwas herstellen? Wenn er nicht den Boden berühren kann, kann er auch nicht abtauchen, und uns nicht erspüren. Und wenn wir eh einen Köder vorbereiten, dann können wir ja alles reinpacken was uns irgendwie hilft. Was haltet ihr davon?"

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7 Re: Das Versprechen des Fürsten am Fr Apr 13, 2018 11:48 am

"Ein interessanter Gedanke ... Jedoch glaube ich nicht, dass es möglich ist einen solchen Trank herzustellen. Von dem Zauber, welchen du im Kopf hast, habe ich schoneinmal gelesen. Ob dieser tatsächlich verhindert, dass der Purpurwurm nicht mehr fliehen kann, weiß ich nicht, denn dieser Zauber macht ihn nicht bewegungsunfähig. Ich könnte versuchen diesen Zauber zu studieren.
Jedoch meine ich, dass es effektivere Methoden gibt einen Gegner an der Flucht zu hindern. Ich beherrsche mittlerweile einen Zauber, welcher den Purpurwurm lähmen kann. So wie auch wir von den Daimonen in Affengestalt gelähmt wurden. Sollte dies gelingen, besteht sogar die Möglichkeit den Wurm mit einem vernichtenden Schlag zu töten. Man müsste nur herausfinden wo sich die überlebenswichtigen Organe befinden. Vielleicht fragen wir mal Grunda, sie hat den Purpurwurm ja schon einmal von Innen gesehen. Nein, Spaß beiseite. Mit diesem Zauber könnte es klappen. In Kombination mit Verwirrung, Verlangsamen und dem von dir vorgeschlagenen Schweben-Zauber sollte eine Fluch unwahscheinlich sein."

"Nun zu den Duergar. Was haltet ihr von meinem Vorschlag einen Zugang zum Unterreich zu suchen und die Dunkelzwerge - sollten wir diesen finden - dort hinab zu schicken? Ich könnte dich Moraven auf magische Weise verwandeln und wie einen der Duergaranführer erscheinen lassen. Wir haben die Leiche des Klerikers und der Hexe mitsamt ihrer Ausrüstung. So sollte es ein Leichtes sein uns als sie auszugeben. 'Zurückgekehrt von den Toten' könntest du ihnen so befehlen den Rückzug ins Unterreich anzutreten. Mit Magni an deiner Seite, welcher seine Dunkelzwergenfreunde - ja, ist ja schon gut, hab's nicht so gemeint. Also Magni in seiner 'neuen Gestalt' könnte dabei hilfreich sein und den Rückzug koordinieren. Das klingt doch gar nicht so unplausibel, oder? Jedoch befinden sich im Riss noch weitere Kreaturen. Tausendfüßler, Käfer und dieser Frostwurm. Ich weiß nicht, ob die restlichen Duergar ohne ihre wahren Anführer in der Lage sind diese Kreaturen unter Kontrolle zu halten. Eventuell müssen wir sie zuvor beseitigen."

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8 Re: Das Versprechen des Fürsten am Fr Apr 20, 2018 10:21 am

Nun, das klingt doch schonmal nach einem Plan! Wen brauchen wir alles für die Mission?

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9 Re: Das Versprechen des Fürsten am Fr Apr 20, 2018 4:07 pm

"Alle diejenigen, welche sich zutrauen ein weiteres Mal die unterirdischen Hallen aufzusuchen. Magni wäre natürlich eine enorme Hilfe, wenn es darum geht die Duergar ins Unterrich zu führen. Zudem kann er jederzeit fliegen, wodurch er vor dem Wurm in Sicherheit ist. Gleiches gilft für Layra, welche auf Finnvarra reiten kann. Rahel könnte den Wurm effektiv aus der Entfernung bekämpfen. Und du ... hast noch ein Versprechen einzulösen. Naja und ich ..." Faquarl grinst vielsagend. "Ich nehme an, auf meine Fähigkeiten will hier niemand verzichten."

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